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23.03.2011 Flucht und Vertreibung der Roma im 21. Jahrhundert

  • im Bildungskeller, Ulmenstraße 69 (Haus III)
  • um 19.00 Uhr
  • mit Karin Waringo, Politologin, Südosteuropaexpertin (Luxemburg)
  • gefördert durch den AStA der Universität Rostock

Diskriminierungen von Roma, die auch von staatlicher Seite vollzogen werden, bis hin zu rassistischen Ausschreitungen, wurden 2010 stärker in der Presse anhand von Ereignisssen in Italien und Frankreich thematisiert. Gleichzeitig begann in Deutschland eine der größten Abschiebewellen von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo, nachdem ein sog. Rücknahmeabkommen mit dem jungen Bürgerkriegsstaat geschlossen wurde. Eine Anerkennung als politische Flüchtlinge wird für Roma in Deutschland generell nicht erteilt. Anhand des Films „In der Falle. Die vergessene Geschichte der Roma in Mitrovica“ (50 min.) wird deutlich, in welche Situation die Menschen abgeschoben werden - in ein Land, in dem kein Schutz für Minderheiten existiert und die Lebensgrundlagen der Roma zerstört wurden. Karin Waringo wird zur aktuellen Situation der Roma in West- und Südosteuropa diskutieren. Karin Waringo ist promovierte Politologin und Vorsitzende der Menschenrechtsvereinigung Chachipe, die sich für die Rechte der Roma einsetzt.

Als Hintergrundinformation zu dieser Thematik empfehlen wird die Broschüre der Flüchtlingsräte mit dem Schwerpunkt Antiziganismus zu lesen (2010, pdf., 90 Seiten, 2,2 MB).

Ein Ausschnitt aus einer ZDF-Dokumentation "Rückkehr ins Elend - Abschiebung der Roma ins Kosovo" (März 2010)

Überblick zur Antirassistischen Aktionswoche 2011 in Rostock