Sie sind hier

Februar 2011

25.03.2011 Lesung: 50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten

  • am Freitag, 25.03.2011 um 20:00 Uhr
  • im Peter-Weiss-Haus Rostock, Doberaner Str. 21
  • mit der Schauspielerin Sara Hiruth Zewde und der Geschäftsführerin von AfricAvenir Judith Strohm
  • in Kooperation mit  AfricAvenir International und dem Eine-Welt-Landesnetzwerk MV.

gefördert durch NUE und Inwent

24.03.2011 Feindbild Islam - Rassismus in neuem Gewand

  • am 24.03.2011 um 20:00 Uhr im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, Rostock
  • mit Marwa Al-Radwany (Initiative Grenzen-Los! e.V. / Verein für emanzipative Bildung und kulturelle Aktion Berlin)
  • ab 19:30 Uhr Volksküche
  • in Kooperation mit der RLS-MV und Soziale Bildung e.V.

Nicht erst seit dem 11. September 2001 wird Muslimen bzw. denen, die für Muslime gehalten werden - mit Argwohn und Misstrauen begegnet. Der "Krieg gegen den Terror" und eine globale ökonomische Krise, die sich zunehmend zu einer politischen ausweitet, bilden den Rahmen für einen breit angelegten antimuslimischen Diskurs mit spürbaren Auswirkungen auf allen Ebenen der Gesellschaft. Das Kopftuchverbot in bestimmten Berufen, Moscheenstreits und Brandanschläge auf dieselben, das Staatsbürgerschaftsrecht mit seinen gezielt an Muslime gerichteten "Leitfäden zur Einbürgerung", Terrorismusabwehr im Inneren, der Streit um Religionsunterricht an Schulen und nicht zuletzt der spürbare Alltagsrassismus machen Menschen mit muslimischem Hintergrund in Deutschland das Leben schwer. In der Veranstaltung sollen die globale Ebene von antimuslimischem Rassismus und dessen Erscheinungsformen, aber auch antirassistische Handlungsperspektiven aufgezeigt werden. Mit dem geplanten Moscheebau in Rostock werden solche Formen des Rassismus auch hier zunehmen. Erste Vorboten zeigten sich als die hiesige islamische Gemeinde mit ihren Plänen an die Öffentlichkeit trat - nicht nur neofaschistische Organisationen reagierten prompt mit ihren üblichen Überfremdungsphantasien, auch zahlreiche Leserbriefe zeigten deutliche antiislamische Einstellungsmuster auf.

Foto: Roland Geisheimer / attenzione

23.03.2011 Flucht und Vertreibung der Roma im 21. Jahrhundert

  • im Bildungskeller, Ulmenstraße 69 (Haus III)
  • um 19.00 Uhr
  • mit Karin Waringo, Politologin, Südosteuropaexpertin (Luxemburg)
  • gefördert durch den AStA der Universität Rostock

Diskriminierungen von Roma, die auch von staatlicher Seite vollzogen werden, bis hin zu rassistischen Ausschreitungen, wurden 2010 stärker in der Presse anhand von Ereignisssen in Italien und Frankreich thematisiert. Gleichzeitig begann in Deutschland eine der größten Abschiebewellen von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo, nachdem ein sog. Rücknahmeabkommen mit dem jungen Bürgerkriegsstaat geschlossen wurde. Eine Anerkennung als politische Flüchtlinge wird für Roma in Deutschland generell nicht erteilt. Anhand des Films „In der Falle. Die vergessene Geschichte der Roma in Mitrovica“ (50 min.) wird deutlich, in welche Situation die Menschen abgeschoben werden - in ein Land, in dem kein Schutz für Minderheiten existiert und die Lebensgrundlagen der Roma zerstört wurden. Karin Waringo wird zur aktuellen Situation der Roma in West- und Südosteuropa diskutieren. Karin Waringo ist promovierte Politologin und Vorsitzende der Menschenrechtsvereinigung Chachipe, die sich für die Rechte der Roma einsetzt.

22.03.2011 Asylbewerberleistungsgesetz

Das Asylbewerbergesetz auf dem Prüfstand

  • am 22.03.2011 um 20:00
  • im Cafe Median, Niklotstr. 5
  • in Kooperation mit Ökohaus e.V. und dem Flüchtlingsrat M-V

Nach der verfassungswidrigen Berechnung der Hartz IV – Leistungen und den Diskussionen hierzu, steht endlich auch das Asylbewerberleistungsgesetz auf dem Prüfstand. Ein menschenwürdiges Existenzminimum für Asylbewerber/innen wird einhellig von Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Kirchen und Flüchtlingsorganisationen gefordert und die Nicht-Erhöhung der Regelsätze seit 1993 als grundgesetzwidrig eingestuft. Nach einer Diskussion mit einem Vertreter des Ökohaus Rostock e.V. als Träger des hiesigen Asylbewerberheims werden verschiedene Initiativen Möglichkeiten der solidarischen Unterstützung für Flüchtlinge vorstellen.

21.03.2011 - „Roots Germania“ - Gespräch und Film mit Mo Asumang

  • am Montag, 21.03.2011, 20 Uhr im Peter- Weiss-Haus, Doberaner Straße 21, Rostock
  • Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung MV und der Antirassistischen Initiative Rostock [A.I.R.]

Vor einiger Zeit rief die Neonaziband „White Aryan Rebels“ öffentlich zur Ermordung prominenter deutscher „Feinde“ der „arischen Rasse“ auf. Neben Rita Süssmuth, Alfred Biolek und Michel Friedman wurde mit der Textzeile „Diese Kugel ist für Dich“ auch Mo Asumang namentlich genannt. Ihr Debütfilm „Roots Germania“ ist die Antwort. Mit ihrer filmischen Spurensuche versucht Mo Asumang die Ursachen solchen Hasses und die Ausgrenzung von Migranten zu ergründen. Den bösartig gemeinten Rat der Neonazis nimmt sie dabei ernst: „Geh dahin, wo du hergekommen bist!". Ist das ihr Geburtsort Kassel? Oder Ghana, woher ihr Vater stammt? So wird ihre Identitätssuche ganz nebenbei auch eine spirituelle Reise zu afrikanischen und germanischen Ahnen und Kultplätzen. Doch nicht nur das. Mo Asumang mischt sich auf einer NPD-Demo unter 3000 Neonazis, bringt Nazikader aus der Fassung, durchforstet braune Websites im Internet und steigt in die „Himmler Gruft" der Wewelsburg hinab. Eine intensive, aber immer wieder auch ironisch-humorvolle Reise, die nicht nur dazu führt, ein persönliches Trauma abzulegen, das durch Vorurteile, Hass und Furcht zustande kam. Am Ende ihrer Reise ist sie stark genug, den Sänger der Naziband zu treffen. 2008 war „Roots Germania“ für den Grimme Preis nominiert.

19.03.2011 Konzert mit Dubtari und Party

Soli-Konzert mit Dubtari (Hamburg)

  • am 19.03.2011 ab 22:30 Uhr im Peter-Weiss-Haus
  • 5,- € Eintritt
  • im Anschluss Party mit Lohro Weltempfänger und Antira Allstars

Die Songs von ihrem letzten Album „Subkultur“ spiegeln genau den Offbeat-Crossover wider, der den stets eigenen Sound der Band ausmachte und das Publikum begeisterte. Das Album ist eine heitere Reise durch die Dubtari-Bandgeschichte, wobei die Songs gekonnt den typischen Reggaesound mit traditioneller Skamusik und punkigem Rap vereinen. Ein fetter Bass, ordentlich Gebläse und rauher Sprechgesang verbinden sich mit südamerikanischem Reggaeton und Soca, was immer wieder für ein karibisches Feeling sorgt. Ein generationenübergreifendes Subkulturtreffen der besonderen Art!

 

Links:

 

 

 

 

 

19.03.2011 - Start der Aktionswoche: Bericht vom Weltsozialforum & Konzert

Aktivist*innen berichten: Das Weltsozialforum und die Bamako-Dakar-Karawane für Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung

  • Eindrücke, Bilder und Filmclips
  • am 19.03.2011 20:00 Uhr
  • im Peter-Weiss Haus Rostock, Doberaner Str. 21
  • in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V

Vom 6. bis 11. Februar 2011 fand in Dakar – der Hauptstadt Senegals – das 11. Weltsozialforum statt. Aus diesem Grund brachen ab Mitte Januar 2011 mehrere Auto- und Buskarawanen aus unterschiedlichen Orten in Afrika nach Dakar auf. Eine davon war die aus Mali kommende „Bamako-Dakar-Karawane für Bewegungsfreiheit und selbst bestimmte Entwicklung“. Sie protestierte u. a. gegen die EU-Grenzschutzagentur Frontex und illegale Abschiebungen von Mauretanien nach Mali. Die Karawane wurde in erster Linie von westafrikanischen Basisinitiativen, wie der AME (Assoziation der Abgeschobenen Malis/Association Malienne des Expulsés), sowie von europäischen Gruppen und Netzwerken getragen. An den einzelnen Stationen der Karawane gab es politische Versammlungen mit der lokalen Bevölkerung: Einerseits zu den Hintergründen von Flucht und Migration, exemplarisch erwähnt seien die Zerstörung kleinbäuerlicher Landwirtschaft sowie die Auswirkungen des Klimawandels aufAfrika. Andererseits zur Situation von Flüchtlingen und Migrant*innen – ob in den Transitländern oder in der EU. So gab es im senegalesischen Kaolack eine Versammlung zu afrikanischem Feminismus und Migration. Am 5. Februar kamen die Teilnehmenden auf einem von selbst organisierten Migrant*innengruppen in Marokko initiierten Strategie-Kongress auf der vor Dakar gelegenen Insel Gorée zusammen. Dort wurde über die „Globale Charta der MigrantInnen“ gesprochen.