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05.07.06 Mehr Ausländer im Landkreis zu Hause

OZ-Grimmen

Mehr Ausländer im Landkreis zu Hause

Grimmen Immer mehr Ausländer sind in Nordvorpommern zu Hause. Wie eine aktuelle Analyse des Landratsamtes ausweist, waren Ende Mai 2006 insgesamt 756 Ausländer registriert. Ende vergangenen Jahres waren es 648. Was die erteilten Aufenthaltserlaubnisse betrifft, liegt dies in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 2005 waren 230 Erlaubnisse erteilt worden. Bis Ende Juni wurden dieses Jahr 120 Aufenthalte genehmigt. Vorrangig werden laut Kreisverwaltung in der Ausländerbehörde durch deutsch-verheiratete Ausländer Anträge auf das Erteilen einer Aufenthaltserlaubnis gestellt. Bislang wurden 2006 ca. 60 Duldungen erteilt. Diese hohe Anzahl ist auf die neue Rechtslage zurückzuführen. Denn mit dem neuen Zuwanderungsgesetz sei es nicht mehr möglich, die Duldungen handschriftlich zu verlängern, so die Information des Kreises. Nach der dritten Verlängerung müsse bereits eine neue Duldung ausgestellt werden. Deren Inhaber beantragten 2006 übrigens vermehrt das Ausüben einer Erwerbstätigkeit.

Rückläufig ist dagegen die Zahl der Asylbewerber in Nordvorpommern. Derzeit beziehen 111 Asylbewerber im Kreis Leistungen. Der Rückgang hat bereits zur Schließung mehrerer Heime – etwa in Miltzow und Kakernehl – geführt. Per 31. Dezember 2006 wird der Kreis auch die Gemeinschaftsunterkunft Saal schließen.

P. S.